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Mittwoch, 18. August 2010
Da ich meine Freizeit gern in abgedunkelten Räumen vor erhellten Bildschirmen verbringe, laufen mir in regelmäßigen Abständen diverse Filme über den Weg. Gerne würde ich über jeden von ihnen vereinzelte Rezensionen schreiben, leider macht das nicht nur sehr viel Arbeit, sondern mittlerweile einfach jeder. Darum gehe ich anders an die Sache heran. Ich nehme mir die zwölf letzten Filme vor, die ich gesehen habe und verpacke sie in einen einzigen Text. Ohne ihre Titel zu nennen.
Dabei entsteht ein chaotischer Mix aus Informationen, Nebensächlichkeiten und Meinungen. Erst zum Schluss wird dann kurz aufgelistet, welche Filme in welcher Reihenfolge erwähnt wurden. Wenn ich einen Film kurz hintereinander mehrmals gesehen habe, kann er auch wiederholt angesprochen werden. Es geht eben einfach um die letzten zwölf gesehenen Filme meines Lebens. Wer beim Lesen raten möchte, worum es gerade geht, darf dies selbstverständlich gerne tun.
Schaut man zu viele Filme hintereinander, wird die Wohnung irgendwann zu einem einzigen Sumpf. Alles ist voller klebriger Flüssigkeiten und man ist umgeben von Dingen bei denen man nicht weiß, ob man sie (noch) essen kann / darf oder nicht. Und dann ist da noch dieses Sumpfmonster. Es tarnt sich die ganze Zeit als Menschen, um so seine Beute hinterrücks zu ermorden. Getrieben von lächerlichen Rachegefühlen schlägt es sich so durchs Leben und jagt eine junge Frau. Im Grunde fühlt man sich während der Monsterszenen eher wie in einem Videospiel und dank der Geschichte und den Charakteren noch dazu in einem schlechten. Der Trailer hat, um noch eins draufzulegen, übrigens bereits die vorhersehbare Wendung verraten. Wenigstens hat man somit Zeit seine Wohnung gründlich aufzuräumen.
Hat man erst einmal alles sortiert und eingeräumt, kann man sich neue Ziele setzen. Die Weltherrschaft zum Beispiel. Diese erreicht man natürlich am einfachsten als Superschurke. Es sei denn, man trifft schon bald auf seinen Hauptfeind, einen eingebildeten Schnöselsuperheldenverschnitt, der nicht nur die eigenen Pläne vereitelt, sondern sich auch noch an die neue Freundin ranmacht. Das schlimmste, was man in einer solchen Situation machen kann, ist übrigens singen. Das wirkt auf mich nämlich immer extrem störend und reißt mich aus fast jedem Film heraus. Aus diesem leider auch. Trotz des tollen Humors. Hört bitte auf zu singen. Dann klappt das auch mit der Weltherrschaft.
Ein gutes Beispiel dafür sind Drachen. Drachen mit Kanonen auf dem Rücken. Die singen nämlich nicht und richten stattdessen viel lieber ein gigantisches Chaos auf der Welt an, während sie eine Frau und einen Mann jagen, die ihre Sympathiepunkte bei einem Wettkacken an und in eine Toilette verloren haben. Leider gibt es aber trotz der Gesangsfreiheit noch ein Problem: Die Drachen nehmen sich viel zu häufig zu viel Zeit dafür, ihre Opfer bedrohlich zu umkreisen und anzufauchen, anstatt sie einfach aufzufressen. Hätte unser lieber Hauptdrachen nicht so lange gewartet, wäre der Film bereits nach wenigen Minuten beendet gewesen. Andererseits habe ich dadurch aber auch Glück gehabt. Mir wären so nämlich unzählige unglaublich gute Kampf- und Explosionsszenen entgangen, die ich so gerne noch viel häufiger sehen würde. Explosionen gehen nämlich immer.
Genauso wie Zombies. Gegen diese freundlichen Kameraden kann man als Filmfreund schließlich nichts haben. Gut, Nazizombies hinterlassen immer einen etwas fiesen Beigeschmack aber auch ein Deutscher sollte sich einmal in seinem Leben nicht so anstellen. Schließlich sind Zombies ja die Bösen. Und als diese machen sie in eingeschneiten Bergen Jagd auf eine Klischeejugendurlaubsgruppe, die sich mit allerlei Mitteln blutig zur Wehr setzt. So werden sowohl Zombies als auch Menschen auf brutale Weise zerstückelt und einem wird im Grunde nicht viel Neues geboten. Aber wer erwartet denn auch bitte sowas, wenn man diesen Film einlegt?
Außerdem gibt es auf der Welt genügend Filme, die das Zombiethema auch mal auf eine etwas andere Art und Weise aufgreifen. Schon einmal daran gedacht, dass sich der Zombievirus nicht nur per Biss- oder Kratzangriffe übertragen könnte? Was wäre denn, wenn man komplett auf solch körperliche Übertragungsmöglichkeiten verzichtet? Gäbe es da überhaupt Alternativen? Soll der Virus etwa über Worte weitergegeben werden? Verbale Infektion? Wie zur Hölle soll man das denn bitte logisch erklären? Und wie erst bekämpfen? Thematisch wirklich spannend, die Umsetzung wirft leider einige Fragen auf, die ich mir nicht beantworten konnte.
Aber ich kann mir so einiges nicht beantworten. Zum Beispiel die Freundauswahl mancher Frauen. Man muss sich das einmal vorstellen: Man wird seit der Kindheit von einem Geist heimgesucht, der Freund will dies mit einer Kamera dokumentieren, tut dies auch, verärgert das Vieh dadurch, bringt es zu immer krasseren Aktionen und erzählt trotzdem weiter, dass er nicht an Geister glaubt, beziehungsweise dass er vor dem Ding keine Angst hat. Eine seiner dummen Aktionen jagt die nächste und irgendwann wünscht man sich förmlich, dass der Geist den Typen zum Schweigen bringt. Aber andererseits auch nicht zu schnell. Die per Handkamera gefilmten Bettspukszenen waren nämlich so gut, dass man den nervenden Typen dafür gerne hingenommen hat. Denn nichts ist schlimmer, als die Sicherheit des eigenen Schlafzimmers zu zerstören.
Wobei das natürlich so nicht stimmt. Eine Invasion durch außerirdische Mutantenwürmer ist selbstverständlich auch ziemlich unangenehm. Zumindest für die Beteiligten. Als Zuschauer erfreut man sich dagegen an den (auch nach all den Jahren) grandiosen Monstereffekten und den ziemlich brutalen Mordszenen. Hier stimmt einfach alles. Sogar die dummen Opfercharaktere und der coole Monsterfilmnerdjunge sind vertreten. Super! Gab es zwar schon sehr oft aber man soll ja nicht immer so negativ denken.
Im Monsterbereich dreht man sich eben häufig im Kreis. Ist nicht das ganze Leben ein einziger Kreislauf? Oder sollte ich besser sagen: Eine Spirale? Spiralen sind schließlich überall! Das glaubt ihr nicht? Dann wart ihr sicherlich noch nicht in Asien. Da gibt es nämlich ein verfluchtes Dorf, in dem die Bewohner nach und nach von Spiralen besessen werden und sich von nun an sehr merkwürdig verhalten. So merkwürdig, dass ich irgendwie keinen Bezug zum Film aufbauen konnte. Die Spiralszenen an sich sind zwar toll, dass um sie gewobene Handlungsspiralnetz dafür nicht. Und die einzelnen Charaktere sind einem auch nicht sympathisch. Schade eigentlich. Ich mag doch Filme mit Symbolen.
Es ist wie ein Kreislauf. Und wenn der Film dann auch noch so gut funktioniert, dass er einem selbst nach mehrmaligem Ansehen noch Spaß macht und neue Kleinigkeiten zu bieten hat, kommt man immer wieder gerne zu ihm zurück. Noch viel schwieriger ist es, daraus auch noch einen Film zu machen, der den Zuschauer nachvollziehen lässt wie sich der Hauptcharakter fühlt. Fotos und Tätowierungen stellen da nur einen kleinen Teil dar. Um sich im eigenen Leben noch zurecht zu finden zu können, muss man sich darum einige Tricks einfallen lassen. Man weiß nicht einmal wo man gerade ist und wie man hier hergekommen ist. Alles, was einem vor wenigen Minuten erst passiert ist, hat man einfach vergessen. Es muss ganz schön schlimm sein, wenn man sich nichts neues mehr merken kann und man umgeben ist von einer großen Leere.
Eine solche Leere ist umso schlimmer, wenn sie sich nicht nur auf den eigenen Kopf, sondern die gesamte Umgebung ausbreitet. Was wäre, wenn man der einzige überlebende Mensch in ganz New York ist? Alle anderen wurden von einem Virus entweder getötet oder in brutale Killerwesen verwandelt, die nur bei Nacht die leeren Straßen betreten und Jagd auf einen machen. Das wäre sicherlich alles andere als Angenehm. Zum Glück hat man einen treuen Begleiter in Form eines Hundes dabei und sich irgendwie an die Einsamkeit gewöhnt. Man führt sogar ein verhältnismäßig normales Leben und hat gelernt, mit der nächtlichen Bedrohung klarzukommen. Natürlich nicht für lange. Sonst wäre der Film für viele sicherlich langweilig geworden. Mir haben die rasanteren Szenen jedoch am wenigsten gefallen. Vor allem die viel zu offensichtlich aus dem Computer stammenden Angreifer fand ich für die heutige Zeit mehr als schwach. Schade. Die Einsamkeit war nämlich wirklich sehr beklemmend.
Ich würde so ganz alleine vermutlich verrückt werden. Was vor einigen Jahren sicherlich keine schöne Angelegenheit war. Da wurden Verrückte nämlich noch in eine Irrenanstalt auf einer abgelegenen Insel verfrachtet. Was da so alles passieren kann, ist offensichtlich und als plötzlich eine der Insassinnen verschwindet, wird ein Kommissar gerufen, der in diesem Fall ermitteln soll. Dabei stellt sich jedoch heraus, dass dieser Mann eine ganz eigene Geschichte mit dieser Insel, beziehungsweise ihren Insassen, hat und irgendwann findet man sich einer Verschwörung wieder, bei der man nicht mehr weiß, wem man überhaupt noch trauen darf. Am Ende kann man dann lange darüber spekulieren, was das jetzt alles zu bedeuten hatte. Wobei ich glaube, dass es hier gar kein „Richtig“ oder „Falsch“ gibt. Zum Verrückt werden eben.
Nur gut, dass man mit Verrückten heutzutage anders umgeht. Verrückte Jugendliche werden zum Beispiel gar nicht mehr beachtet, sondern in Frieden gelassen. Vor allem reiche. Auf Privatuniversitäten. Die dürfen dann auch einfach mal in einem auf dem Unigelände liegenden Bunker eine wilde Fete feiern. Dass dabei etwas schiefgehen könnte, ist schließlich sehr unwahrscheinlich. Was soll auch passieren? Die Bunkertür geht nicht mehr auf? Unwahrscheinlich. Sollte das aber doch eintreten, wäre das natürlich alles andere als eine tolle Party. Vor allem, wenn nur noch einer lebendig den Bunker verlässt. Dann kommt nämlich die Polizei und stellt unangenehme Fragen. Zustande kommt auf diese Art ein Film, der seinen Zuschauer verwirren möchte, dies aber nicht schafft, da man nach wenigen Minuten bereits weiß, was am Ende passieren wird. Gut, dass das bei dieser Textserie hier nie der Fall sein wird. Darum freue ich mich auch schon so auf nächstes Mal.
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Filmliste (Filmnummer - Jahr, Titel, gesehen am)
073-2010, Swamp Devil: Der Fluch des Monsters, 20.07.2010
074-2010, Dr. Horrible’s sing-along blog, 22.07.2010
075-2010, Dragon Wars: D-Wars, 22.07.2010
076-2010, Death Snow, 23.07.2010
077-2010, Pontypool, 23.07.2010
078-2010, Paranormal activity, 24.07.2010
079-2010, Deadly spawn, 25.07.2010
080-2010, Uzumaki, 25.07.2010
081-2010, Memento, 26.07.2010
082-2010, I am legend, 30.07.2010
083-2010, Shutter island, 07.08.2010
084-2010, The Hole, 11.08.2010
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Dienstag, 3. August 2010
Da ich meine Freizeit gern in abgedunkelten Räumen vor erhellten Bildschirmen verbringe, laufen mir in regelmäßigen Abständen diverse Filme über den Weg. Gerne würde ich über jeden von ihnen vereinzelte Rezensionen schreiben, leider macht das nicht nur sehr viel Arbeit, sondern mittlerweile einfach jeder. Darum gehe ich anders an die Sache heran. Ich nehme mir die zwölf letzten Filme vor, die ich gesehen habe und verpacke sie in einen einzigen Text. Ohne ihre Titel zu nennen.
Dabei entsteht ein chaotischer Mix aus Informationen, Nebensächlichkeiten und Meinungen. Erst zum Schluss wird dann kurz aufgelistet, welche Filme in welcher Reihenfolge erwähnt wurden. Wenn ich einen Film kurz hintereinander mehrmals gesehen habe, kann er auch wiederholt angesprochen werden. Es geht eben einfach um die letzten zwölf gesehenen Filme meines Lebens. Wer beim Lesen raten möchte, worum es gerade geht, darf dies selbstverständlich gerne tun.
Mein Traumjob wäre sicherlich der eines Videothekars (Sagt man das so? Jemand der in einer Videothek arbeitet? Egal.). Zumindest dann, wenn ich nicht arbeiten, sondern nur Filme gucken müsste. Das wäre schon toll. Zumindest an den Tagen, an denen man wirklich nur Filme guckt und nicht gerade in ein Kraftwerk einbricht, sich dabei magnetisch auflädt und so alle VHS-Bänder löscht (VHS ist hoffentlich noch ein Begriff ihr Banausen). Dann käme nämlich ein Haufen Arbeit auf einen zu. Man müsste nämlich versuchen, alle gelöschten Filme ohne Budget, einer Gruppe talentlosen Darstellern und einem Haufen Requisitenmüll nachzustellen. Aber im Grunde kann dabei nur etwas Gutes bei rauskommen. Vermute ich zumindest. Denn leider ließ sich nicht viel zu dem Thema herausfinden. Alles drehte sich um eine komische Hintergrundgeschichte, die irgendwie nicht zum Thema passte, auf das Filmedrehen an sich wurde viel zu wenig eingegangen und so bietet eine etwa ein oder zwei Minuten lange Szene eigentlich alles, was man sich vom ganzen Film erhofft hatte.
Aber was wäre das Leben ohne Überraschungen? Und oben geschildertes Szenario ist realistisch betrachtet ja noch harmlos. Stellt euch mal vor, plötzlich stehen Verbrecher vor eurer Tür und schleifen euch zu ihrem Boss, weil ihr bei ihm Schulden habt ohne davon zu wissen. Und das auch noch zweimal. Einmal zu Boss A, dann zu Boss B. A und B mögen sich zudem nicht und führen einen erbitterten Krieg gegeneinander, in den ihr nun als Unbeteiligter verwickelt werdet. Aufgrund einer Verwechslung! Grauenhaft. Aber guter Stoff für einen Film. Und zwar für einen verdammt guten Film der im Grunde alles hat, was man sich wünscht und einem immer wieder das Wort „Großartig“ ins Gedächtnis ruft, um es auf ihn anzuwenden.
Apropos „Großartig“: Ein Drache ist ebenfalls groß. Aber alles andere als artig. Zumindest im nun folgenden Totalausfall: Ei gefunden! Brüten! Unter der Erde! Drache drin! Kommt raus! Tötet alle! Ultracoolersoldat ist letzte Hoffnung! Dean „SuperBÄM“ Cain! Das muss gut sein! War es dann aber doch nicht. Eigentlich wusste man ja schon vorher was passiert. Und über dummes Opferverhalten kann man irgendwann auch nicht mehr lachen. Dafür gab es einen Drachen. Wobei die mittlerweile auch etwas öde geworden sind. Wie Dean Cain.
Zumal es ja so viele andere tolle Tiere auf der Welt gibt. Beziehungsweise gab. Oder nie gegeben hat, weswegen sie aber noch lange nicht in einem guten Film fehlen dürfen. Oder in einem schlechten. Egal. Wo war ich? Genau: Wesen. Da fällt mir ganz spontan eine Hydra ein. Nein, nicht nur eine. Wenn schon, denn schon. VIELE Hydras. Auf einer Insel. Mit Menschen zusammen! Bewaffnete Menschen! Diesmal leider ohne Dean Cain. Dafür aber besser. Zufall? Keine Ahnung. Aber brutal war es schon.
Dabei muss man sich ja nicht auf Blut konzentrieren, wenn man einen Horrorfilm drehen möchte. So eine Kindesentführung ist schließlich auch der Horror. Vor allem für das entführte Kind. Zumindest normalerweise. Hier ist es dagegen anders: Das Kind ist nämlich besessen und so kommen langsam die Entführer ums Leben und sind plötzlich eher am eigenen Überleben als am Lösegeld interessiert. Der Zuschauer interessiert sich währenddessen hin und wieder gerne für etwas anderes als den Film. Irgendwie wollte der Funke nämlich nicht überspringen.
Dann doch lieber etwas Vernünftiges essen. Hier ein Essensvorschlag, ich zitiere Wikipedia.de: „Das Auflaufgericht besteht aus verschiedenen Schichten, von denen eine die typischen angebratenen Auberginenscheiben enthält. Die obligatorische Deckschicht stellt eine mit Käse bestreute Bechamelsauce dar, die eine braune Kruste beim Backen entstehen lässt. Der klassische Mousakás enthält eine Schicht aus Hackfleisch, das mit Zwiebeln, Knoblauch und gehackten Tomaten angebraten und mit Kreuzkümmel, Zimt und Piment gewürzt wurde.“ Diese Informationen fügen sich zu einem Filmgericht zusammen, das ich in meinem ganzen Leben noch nicht verspeisen durfte. Im Grunde könnte ich einen ellenlangen Text alleine über dieses Schandwerk erstellen, das will ich aber nicht. Ich möchte es viel lieber verdrängen. Das wird mir aber niemals gelingen. Für mich sind von nun an alle Griechen sexuell gestört. Männer in Frauenkleidern, Männer in pinken Kitteln (weil sie homosexuelle Wissenschaftler sind) und so weiter. Schlimm. Und dann sind da noch die vollbusigen Aliendamen, die versehendlich ein Essensgericht in ein Monster verwandeln. Besser: In ein monströses Foto, das nun die Welt terrorisiert (Ein toller Effekt!). Nein, ich höre jetzt auf. Der Film ist wahnsinnig bescheuert und bereitet wahnsinnige Kopfschmerzen. Ihn alleine, ohne Drogen- und Alkoholkonsum zu gucken und dabei nicht umzuschalten ist sowohl ebenfalls wahnsinnig als auch eine großartige Leistung, für die man einen Orden verliehen bekommen sollte. Nein, MUSS.
Da bleibe ich doch lieber bei leichterer Kost. Etwas mit bekannten Tieren. Zum Beispiel Moskitos. Klar, ein wenig vergrößert müssen sie schon sein, sonst wird es langweilig. Aber das ist ja kein Problem heutzutage. Ein Problem stellt es da schon eher dar, eine Handlung zu entwerfen, die einen Zuschauer an den Bildschirm fesselt. Da hilft es auch ganz besonders nicht, wenn man die Moskitoszenen eher spärlich auf den Film verteilt und man, WENN mal was passiert, auch noch recht wenig zu sehen bekommt. Aber gut. Moskitos. Sind ja nur Insekten.
Und Insekten sind mickrig. Was wäre, wenn zum Beispiel plötzlich ein (nicht DER) Gott auf der Erde erscheint? Ein Sturmgott! Und der wurde erweckt von ein paar unvorsichtigen Ausgrabern, die, was sonst, ein Amulett ausgraben und somit des Gottes Auferstehung einleiten, ohne es zu merken. Man sollte erwähnen, dass sie sich aber auch wirklich blöd anstellen. Wenn ich mehrere Amulette ausgrabe und dann aus diesen ein Blitz gen Himmel strebt, der innerhalb weniger Sekunden einen Sturm hervorruft, der alle Menschen um mich herum (Die bekannten Statisten: Sind sie da, sterben sie.) tötet, sollte ich doch irgendwann einmal bemerken, dass etwas nicht stimmt. Aber gut. Der Film ist sowieso voller Logiklöcher. Da kann man den Protagonisten wirklich nichts vorwerfen. Eher den zwei Handlungssträngen, die nur dazu da sind, um den Zuschauer aus den einzelnen Szenen zu reißen und ihn am Ende ratlos zurückzulassen.
Und was machen ratlose Menschen? Vieles. Vor allem Dummheiten. Zum Beispiel mit einer merkwürdigen Rockergruppe in deren Versteck verschwinden und dort eine Flasche voller Blut trinken, nur um danach schockiert festzustellen, dass man nun ein Vampir ist. Unangenehme Sache. Aber zum Glück gibt es da ja den kleinen Nerdbruder, der sein gesamtes bisheriges Leben in Comicläden zugebracht hat. Der wird das mit seinen Freunden schon richten. Und mit „seinen Freunden“ meinte ichnatürlich „seinen Comicnerdvampirexpertenfreunden“.
Aber Vampire sind momentan ja angesagt. Dank „Twilight“ und den dazugehörigen „Biss“-Wortspielen. Da versucht natürlich jeder, etwas vom Kuchen abzubekommen. Ein passender Filmtitel ist da schon mal ein guter Anfang. Statt „Biss“ nimmt man „bitten“ und „Twilight“ kann ja einfach so übernehmen. Toll. Und worum ging es jetzt in dem Film? Um eine auf der Straße aufgelesene Vampirin, die von einem Mann nun verlangt gefüttert zu werden. Beim Bluttrinken hat sie übrigens gerne Sex. Lustig war das Ganze dann irgendwie auch noch. Interessante Idee aber irgendwie auch nichts wirklich Tolles. Bis auf die Sache mit dem Sex. Nein, besser: Biss auf die Sache mit dem Sex. Haha. Wegen Biss. Wie Beißen. Was Vampire ja machen. HA!
Um den Spruch „Alle guten Dinge sind drei“ nun auch noch aus seinem Sarg zu zerren, komme ich doch gleich mal zu einem weiteren Vampirfilm. Denn: Alle guten Dinge sind drei! Dieser basiert nun auf einem Roman von Stephen King und war im Vergleich zu den zwei anderen Filmen dieses Textes auch deutlich der Beste. Schöne Atmosphäre, interessante Erzählweise, tolle Charaktere. Hat richtig Lust auf das Buch gemacht. Sagt man das eigentlich immer nach Buchverfilmungen?
Das Buch zum letzten heutigen Film würde ich auch gerne mal lesen. Ich zitiere die Einleitung: „Da sind so Drachen. Mit Raketenkanonen auf dem Rücken. Und dann geht alles BÄMBÄMBÄM-Kaputt! Mit Explosionen! Und in Laut!“ Ja, schon wieder Drachen. Diesmal aber in richtig gut und mit Kanonen! Der Film ist ein unglaubliches Feuerwerk und wenn man über die richtige Tonanlage verfügt ist er ein richtiges Erlebnis. Ja, die Handlung ist vollkommen bescheuert und lächerlich. Die Charaktere auch. Alles spielt sich hektisch unzusammenhängend ab und die Frage nach dem „Warum“ darf man gar nicht erst stellen. Das macht aber nichts. Ich hätte diesen Film wahnsinnig gerne im Kino gesehen. Der Knaller. Leider spielte Dean Cain nicht mit.
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Filmliste (Filmnummer - Jahr, Titel, gesehen am)
061-2010, Abgedreht, 18.05.2010
062-2010, Lucky # Slevin, 19.05.2010
063-2010, Dragon Fighter, 24.05.2010
064-2010, Hydra, 25.05.2010
065-2010, Whisperer, 25.05.2010
066-2010, Der Angriff der Riesenmoussaka, 29.05.2010
067-2010, Skeeter: Invasion des Grauens, 06.06.2010
068-2010, Ba’al: Das Vermächtnis des Sturmgottes, 17.07.2010
069-2010, The Lost Boys, 17.07.2010
070-2010, Bitten in the twighlight, 18.07.2010
071-2010, ‘Salem‘s Lot, 18.07.2010
072-2010, Dragon Wars, 19.07.2010
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Freitag, 4. Juni 2010
Da ich meine Freizeit gern in abgedunkelten Räumen vor erhellten Bildschirmen verbringe, laufen mir in regelmäßigen Abständen diverse Filme über den Weg. Gerne würde ich über jeden von ihnen vereinzelte Rezensionen schreiben, leider macht das nicht nur sehr viel Arbeit, sondern mittlerweile einfach jeder. Darum gehe ich anders an die Sache heran. Ich nehme mir die zwölf letzten Filme vor, die ich gesehen habe und verpacke sie in einen einzigen Text. Ohne ihre Titel zu nennen.
Dabei entsteht ein chaotischer Mix aus Informationen, Nebensächlichkeiten und Meinungen. Erst zum Schluss wird dann kurz aufgelistet, welche Filme in welcher Reihenfolge erwähnt wurden. Wenn ich einen Film kurz hintereinander mehrmals gesehen habe, kann er auch wiederholt angesprochen werden. Es geht eben einfach um die letzten zwölf gesehenen Filme meines Lebens. Wer beim Lesen raten möchte, worum es gerade geht, darf dies selbstverständlich gerne tun.
Wenn es draußen heißer wird, ist das ja eigentlich ganz gut. Ich meine besser draußen, als drinnen. Also im eigenen Körper. Das muss man sich einmal vorstellen. Wird man sauer, schießt man plötzlich mit Feuerbällen um sich oder zündet das heimische Sofa an. Nein, das wäre unangenehm. Unangenehmer wäre es nur noch, wenn der eigene Vater kein Mensch, sondern ein Außerirdischer ist, der mit einer Menschenfrau ein perverses Experiment gestartet hat, dessen Ergebnis man selbst darstellt. Da kann man dann doch mal sauer werden. Vor allem, wenn die Aliens einen dann auch noch mit Hilfe eines Auftragsjägeraliens auslöschen möchten. Haha, auslöschen. Löschen. Wegen dem Feuer. Egal. Aliens sind ja allgemein so ein Problem. Ganz besonders die, die ihren Job zu ernst nehmen und ihr Ziel nicht nur fangen, sondern töten möchten. Da bleibt einem nur noch die Flucht. Und auf Papas Hilfe hoffen. Und ein Feuerlöscher im Auto. Sonst wird die Beziehung zu brenzlig. Haha. Brenzlig. Wie brennen. Wegen dem Feuer. Ach, egal.
Aber Feuer war ja schon immer etwas Besonderes. Zum Beispiel damals. Nicht letzte Woche damals, sondern viel weiter zurückliegend damals. Zu Zeiten, als Holzhütten noch als Luxusunterkünfte zählten und Menschen auf Mammutjagd gingen. Weil Menschen früher ja auch mit Mammuts in Kontakt gekommen sind. Aber wen interessieren schon geschichtliche Fakten, wenn die Urmenschen stets gut rasiert durch die Eislandschaft rennen. Warum sie das tun? Weil böse Wesen den eigenen Stamm entführt haben und nur ein mutiger Krieger seine Gefolgsleute retten kann. Koste es was es wolle. Da geht man auch mal zu Fuß in die Wüste. Gut, damals waren die Entfernungen auch noch nicht so groß. Weil wegen eben darum. Vielleicht hätte man dem Film besser einen Titel geben sollen, der einen keine geschichtliche Genauigkeit erwarten lässt? Ich hätte das besser gefunden, da ich mir so nicht die ganze Zeit über an den Kopf hätte fassen müssen. Wobei „nicht“ übertrieben ist, „weniger“ passt da eher. Dieses Werk war nämlich allgemein ein wenig unlogisch.
Irgendwie habe ich es heute mit Feuer. Jetzt aber nur noch zu 25%. 25% der Helden des nächsten Films können sich nämlich in eine Fackel verwandeln. Die anderen 75% haben selbstverständlich auch so einiges drauf. Zum Beispiel Beziehungsstress durchleben. Oder angeschwollen schmollen. Nebenbei muss dann auch noch ein Superschurke bekämpft werden. Leider sind weder er, noch die Helden sympathisch und schaffen es zu keinem Zeitpunkt ihre oberflächlichen und egoistischen Machenschaften zu unterbinden. Man weiß nie, ob man sich jetzt freuen soll, wenn die Helden in Gefahr geraten, oder nicht. Auf der einen Seite sieht man sie nämlich gerne leiden, auf der anderen Seite droht jedoch jede gefährliche Situation damit, eine unlogische Handlung herbeizuführen, die nötig ist, um die Gefahr überwinden zu können. Immer wieder wurde von mir verlangt: „Akzeptier einfach, dass das gerade so möglich ist, sonst funktioniert der Film leider nicht.“ Hin und wieder kann ich das auch. Aber die ganze Zeit? Nein. Das wird mir zu anstrengend.
Da fahre ich lieber in den Urlaub. Oder besser fliege. So kommt man nämlich höher, schneller und weiter. Fliegen kann man sogar geschäftlich nutzen. Leider ist ein Flug immer mit diversen Risiken verbunden. Es kann zum Beispiel passieren, dass die Maschine abstürzt. Oder dass ein Verrückter neben einen sitzt der einen erpressen möchte. Wenn wir nicht tun was er verlangt, wird er unseren Vater töten. Das ist schon ziemlich gemein. Aber zum Glück kann man sich jederzeit wehren, wenn sich der Verrückte hin und wieder etwas doof anstellt. Und hier kam es dann auch irgendwann zu einem Problem: Die erste Hälfte fand ich grandios. Zwei Menschen auf engstem Raum zusammen, einer Jäger, einer Opfer (aber kein hilfloses), das war schon alles toll inszeniert. Leider musste man dann aber doch noch ein wenig Quotenaction einbauen. Man möchte das Publikum ja auch nicht langweilen. Also das, das wegen Quotenaction in Filme geht. Wenigstens weiß ich jetzt, warum spitze Gegenstände in Flugzeugen verboten sind.
Verboten werden sollten auch Kriminelle. Das muss man sich einmal vorstellen: Ein reicher Mann nutzt sein Geld, um Problemviertel einer Stadt zu renovieren. Ist doch toll! Gut, der reiche Mann war nicht immer reich und stand in seiner Vergangenheit nicht nur im Kontakt mit guten Menschen, doch warum auf der Vergangenheit rumreiten? Der Mann tut Gutes! Leider interessiert das die Bösen nicht. Ignoranten. Aber letztendlich ist das auch alles egal. Schließlich gibt es da noch unseren Afghanistanveteranen, der von nun an als Bodyguard auf den Wohltäter aufpasst und in dessen Boxschule Gehilfen anheuert. Alles weitere kann man sich eigentlich denken. Vor allem, wenn man den Namen der Hauptbesetzung des Films kennt.
Letzteres trifft auch auf den nächsten Film zu. Dass ein ehemaliger Superman plötzlich in nicht mehr ganz so super Filmen mitspielt ist schon traurig. Aber dafür geht es wieder einmal um Feuer, das durchgängige Thema dieses Beitrags. Diesmal ist das Feuer aufgrund eines Anschlags gemeiner Menschen in einem Hochhaus ausgebrochen und nur unser Held, der eigentlich ein Dieb ist, kann die übrigen Insassen des Gebäudes noch befreien. Weil er nämlich irgendwie doch noch ein Held ist. Zumindest tief in seinem Herzen. Und in meinem. Ob er jemals in einem guten Film mitspielen darf?
Leider noch immer nichts von ihrer Heldenhaftigkeit verloren haben unsere vier Gehirnschäden, mit denen wir es zuvor bereits zu tun hatten. Ihr erinnert euch. 25% Feuer. Im Grunde ist alles gleich geblieben. Zumindest was die Helden betrifft. Sie sind noch immer unausstehlich unsympathisch und wenn das Schicksal der Welt irgendwann wirklich einmal in den Händen einer solchen Deppengruppe liegen sollte, werde ich der erste sein, der fröhlich seinen Tod erwartet. Das Problem ist, dass der vermeidlich böse Gegenspieler diesmal ein verdammt cooler Typ ist. Zumindest sieht er cool aus. Und das trotz seiner Leidenschaft, die mit einer alten deutschen TV-Serie namens „Gegen den Wind“ zu tun hat. Aber wer verurteilt Leute schon aufgrund ihres Hobbys? Ich surfe ja auch durch die Gegend namens Internet und sehe hauttechnisch sogar eher wie der hier gemeinte Bösewicht aus als die TV-Seriendarsteller. Egal. Wo war ich? Ach ja, das Problem: Das ungemein große Potential, das ich in dem Antagonisten sehe, wird durch die gleiche Oberflächlichkeit zunichte gemacht, die auch schon die Hauptpersonen zu charakterlosen Abziehbildern einer Dailysoap werden ließ. Extrem schade. Immerhin kann der Böse Löcher in den Boden bohren. Und hier eine Überleitung zu den vorherrschenden Logiklöchern zu ziehen ist selbst mir zu einfach.
Was tiefe Löcher übrigens auszeichnet ist die in ihnen vorherrschende Dunkelheit. Und Dunkelheit ist etwas, auf das manche Menschen allergisch reagieren. Wobei man hier natürlich auch ihre Gründe berücksichtigen sollte. Ein paar wenige werden nämlich von bösen Wesen verfolgt, sie sich am liebsten in der Dunkelheit aufhalten und auch aus dieser zuschlagen. Man kennt ja die Kindergeschichten über die bösen Wesen unter dem Bett. Blöd, wenn diese Realität werden und sich nicht mehr auf Kindergeschichten beschränken. Blöd für die Betroffenen zumindest, als Zuschauer fühlt man sich hier und da ziemlich gut unterhalten. Die Nachtviecher sehen sehr gut aus und die Geschichte an sich kann einen ebenfalls fesseln. Zwar bekommt man letztendlich kein Meisterwerk vor die Augen gesetzt, den einen oder anderen Fehler kann man vor Dunkelheit aber auch mal übersehen.
So ist das eben mit Horrorfilmen. Man muss auch mal über Fehler hinwegsehen. Man benötigt auch nicht immer gleich schleimige Nachtwesen um zu schocken. Ein gutes Fellwesen kann auch horrorhafte Schweißausstöße hervorrufen. Wenn der Film denn gut wäre. Und das ist eine Aussage, die auf das nächste Werk leider absolut nicht zutrifft. „BigFoot im Reich der Dummen“ wäre ein passender Titel gewesen. Den hätte ein Zuschauer im Gegensatz zum richtigen Titel auch aussprechen können. Aber ein Titel ist nicht das Entscheidende an einem Film. Viel wichtiger sind die Atmosphäre, die Charaktere, die Synchronisation und die Effekte. Leider ist auch das hier ziemlich misslungen. Wieder einmal gibt es nur einen Monsterbonus von mir. Aber darauf kann sich ein Monsterfilm auch nichts einbilden.
Da lässt man die Monster doch lieber gleich weg. Warum auch? Menschen sind schließlich grausam genug. Da werden zerstückelte Leichen um ein Haus herum verteilt gefunden und alle verdächtigen die Familie, die in dem Haus lebt. Ein Mann, seine Tochter (im High-School-Alter) und sein Sohn (spielt angeregt mit LED-Games, weil er Gamernerdgeek ist). Nicht wirklich verdächtig. Bis auf die Leichen eben. Aber die Tochter stößt schon bald darauf, dass hinter den Morden mehr steckt, als sie selbst. Irgendetwas scheint mit dem Haus nicht zu stimmen. Im Grunde sorgt der Film dafür, dass man (also ich zumindest) immer wieder laut aufschreit „Das ist der Mörder, ganz bestimmt, er war’s!“ und man (auch hier: ich zumindest) somit auf jeden Fall rufen kann „Habe ich es doch gewusst!“. Das ist auch die Stärke des Films: Es wird bis zum Ende nie verraten, wer hinter den Morden steckt und ein wenig interessiert es einen am Ende sogar. Leider ist die Auflösung dann doch etwas zu unrealistisch ausgefallen. Dennoch blieb ich nicht enttäuscht zurück.
Hatte ich gerade von grausamen Menschen gesprochen? Diese Aussage möchte ich an dieser Stelle gerne noch einmal unterstreichen: Menschen sind schließlich grausam genug. Ich übertreibe? Klar. Wir sind ja nur auf einem fremden Planeten gelandet, bekämpfen dessen Ureinwohner und zerstören ihre Heimat, nur weil diese zufälligerweise auf einem Rohstoff steht, der einem großen Unternehmen auf der Erde riesige Gewinne einbringt. Ist ja alles nicht so schlimm. Man kann ja schließlich künstlich erschaffene Abbilder der Ureinwohner von Menschen per Computer und Gedankenübertragung steuern lassen und die Wesen so davon überzeugen, ihre Heimat freiwillig zu verlassen. Ist ja alles ganz human. Und wenn sie nicht gehen wollen, oder sich die Menschen-Ureinwohner-Wesen plötzlich gegen ihre Erschaffer stellen, kann man sie auch einfach bekämpfen. Mit Feuer zum Beispiel. Der Planet ist nämlich ein einziger großer Wald. Und was ein Feuer da anrichten kann, muss ich wohl nicht extra erwähnen. Genauso wenig wie die unglaublich gewaltigen Bilder die einem der Film präsentiert. Ich habe noch nie ein so gestochen scharfes Bild gesehen und wurde noch nie von einer solchen Farbpracht überwältigt. Wahnsinn. Da kann die Geschichte auch noch so vorhersehbar sein. Holt das Popcorn raus und lasst eure Augen genießen. Und SO schlecht ist die Geschichte nun auch wieder nicht.
Es gibt schließlich Filme, die die gleiche Nachricht komplett ohne Geschichte rüberbringen möchten. Wobei es natürlich schon gemein ist, eine Dokumentation mit einem Film zu vergleichen. Aber ich nehme mir die Freiheit. Vor allem, weil einem auch hier atemberaubende Bilder gezeigt werden. Der Unterschied zum vorangegangenen Werk besteht jedoch darin, dass die Aufnahmen allesamt echt sind und der Realität entstammen. Und das macht alles umso beeindruckender. Nach den beiden letzten Filmen hat man jedenfalls richtig Bock darauf, etwas für die Umwelt zu machen. Zum Beispiel Blumen gießen oder den Kühlschrank offen lassen. Gegen die Erderwärmung. Sonst geht es nämlich bald überall so feurig zu, wie ich diesem Text.
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Filmliste (Filmnummer - Jahr, Titel, gesehen am)
049-2010, Specimen: Der Alien-Terminator, 04.04.2010
050-2010, 10.000 BC, 04.04..2010
051-2010, Fantastic Four, 18.04.2010
052-2010, Red Eye, 18.04.2010
053-2010, Hard Corps, 18.04.2010
054-2010, Out of time: Der tödliche Auftrag, 24.04.2010
055-2010, Fantastic Four: Rise of the Silver Surfer, 15.04.2010
056-2010, They: Sie kommen, 27.04.2010
057-2010, Abominable, 15.05.2010
058-2010, Christina's House, 16.04.2010
059-2010, Avatar, 17.05.2010
060-2010, Unsere Erde, 18.05.2010
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Donnerstag, 8. April 2010
Da ich meine Freizeit gern in abgedunkelten Räumen vor erhellten Bildschirmen verbringe, laufen mir in regelmäßigen Abständen diverse Filme über den Weg. Gerne würde ich über jeden von ihnen vereinzelte Rezensionen schreiben, leider macht das nicht nur sehr viel Arbeit, sondern mittlerweile einfach jeder. Darum gehe ich anders an die Sache heran. Ich nehme mir die zwölf letzten Filme vor, die ich gesehen habe und verpacke sie in einen einzigen Text. Ohne ihre Titel zu nennen.
Dabei entsteht ein chaotischer Mix aus Informationen, Nebensächlichkeiten und Meinungen. Erst zum Schluss wird dann kurz aufgelistet, welche Filme in welcher Reihenfolge erwähnt wurden. Wenn ich einen Film kurz hintereinander mehrmals gesehen habe, kann er auch wiederholt angesprochen werden. Es geht eben einfach um die letzten zwölf gesehenen Filme meines Lebens. Wer beim Lesen raten möchte, worum es gerade geht, darf dies selbstverständlich gerne tun.
Immer wieder hört man in den Medien Horrorgeschichten über auf die Erde stürzende Meteoriten, Kometen und was weiß ich noch alles. Doch wie hat man sich das eigentlich vorzustellen, wenn so ein Ding auf die Erde kracht? Ich habe es gesehen: Ein grelles, grünes Licht verbreitet sich um die Absturzstelle und die Toten im Unfallumkreis werden wieder lebendig. Da kann man nur hoffen, dass die Umgebung nicht von irgendwelchen Mafiosi als Grabstätte genutzt wurde. Sollte dies der Fall sein, kann einem nämlich auch die Armee nicht mehr helfen. Zumindest nur schwer. Und das trotz andauernd klickender Gewehre. Ist dann auch noch ein Model dabei und baggert die Soldaten an weiß man gar nicht, ob man jetzt lachen oder weinen soll. Letztendlich ist das alles dann aber doch viel zu albern, um wirklich ernst genommen zu werden. Aber albern heißt zu Glück nicht schlecht. Das ist das Geschehen nämlich bei Weitem nicht. Es geht blutig zu, gibt keine Längen und alles wirkt wie eine Satire auf Trashfilme. Als Trashfilm verpackt. Muss man mögen.
Genauso wie die Vorlage dieser Mangaverfilmung. Ich betone: Die Vorlage, nicht die Verfilmung. Diese ist nämlich unterirdisch schlecht. Zunächst freut man sich ja noch, wenn man von einer Verfilmung seines Lieblingsmanga / -anime liest, das Endresultat jedoch enttäuscht auf ganzer Linie und zerstört alles Positive, was man mit dem Namen in Verbindung bringt. Warum verfilmt man etwas, wenn man sich gar nicht an die Grundthemen hält? Warum verfrachtet man ein großartiges Universum in ein anderes, viel langweiligeres? Und wie sehr kann man typische und vor allem sympathische Charaktereigenschaften eigentlich so sehr versauen, dass man vom bloßen Zuschauen Kotzkrämpfe bekommt? Mir fällt absolut nichts Gutes zu diesem Vollschrott ein und ich habe wirklich versucht etwas Lobenswertes zu finden. Ich scheiterte. So wie der Film. Verdammter Dreck.
Aber zum Glück gibt es immer etwas, womit man sich aufheitern kann. Nazis töten zum Beispiel. Und noch besser: Ihre Skalps sammeln. Das nenne ich doch mal ein Hobby. Es war wirklich an der Zeit, dass ein Film das Thema rund um Hitler mal auf eine etwas andere Art aufbereitet als man das in Deutschland so gewohnt ist. Vor allem, wenn das so unglaublich spannend und mitreißend geschieht, wie hier. Einige Darsteller liefern eine Meisterleistung ab und gerade durch die vielen ruhigen und langen Dialoge hat der Film eine grandiose Atmosphäre, die ich in dieser Art und Weise gerne häufiger sehen würde.
Aber nicht so häufig wie Filme die Monster beinhalten. Natürlich sollte ich erwähnen, dass ich solche Filme liebe und ich es zu meinem Lebensziel gemacht habe, jedes Tier und Wesen auf der Welt einmal in einem Monsterhorrorfilm gesehen zu haben. Seit neustem kann ich nun auch Gargoyles abhaken. Leider habe ich mir ihren Auftritt etwas spektakulärer gewünscht. Die Effekte fand ich zwar alles andere als schlecht, leider war die Geschichte um die Viecher herum mehr als seicht und machte deutlich, dass man Monster zeigen wollte und keine guten Dialoge. Oder gute Darsteller. Abseits der Monster zumindest. Aber egal. Darum gucke ich diese Filme ja auch nicht.
Am liebsten gucke ich Filme übrigens zu Hause. Da kann man jederzeit pausieren, zwischendurch auf die Toilette gehen und fühlt sich zudem sicher. Zumindest meistens. Nicht sicher sollte man sich als Bewohner eines Geisterhauses fühlen. Auch, wenn man es als Schriftsteller eigentlich zur Ideenfindung besucht hat. Es kann nämlich schnell passieren, dass sich der Wandschrank als Wohnung eines riesigen Monsters herausstellt oder einem erst kürzlich verstorbene Menschen über den Weg laufen. Ich persönlich finde das aber gar nicht so schlimm. Vor allem nicht, wenn alles sehr atmosphärisch umgesetzt wurde, die Effekte einen überzeugen können und man so in den Genuss eines der besten Geisterhausfilms kommt, den man bisher gesehen hat. Auch das Thema der Vergangenheitsbewältigung fand ich passend und wirkte nicht aufgesetzt, wie das sonst gerne mal der Fall ist.
Da freut man sich doch richtig auf einen Nachfolger. Zwar haben Nachfolger ja nicht immer einen guten Ruf aber was kann man bei einem Geisterhausfilm schon großartig falsch machen? Wer wandelt solche Filme schon plötzlich in alberne Komödien um? Mit miesen Darstellern, fehlender Atmosphäre, peinlichen Albernheiten und einer miesen Szene nach der anderen? Das wäre ja schön dumm. Würde ich jetzt zumindest sagen, wenn der der Regisseur dieses Werks nicht genau das getan hätte. Depp. Er schafft es tatsächlich lediglich ein einziges Mal mich zum Lachen zu bringen. Und das immerhin mit Hilfe des wohl genialsten Nebencharakters aller Zeiten. Einem Elektriker. Danke dafür. Mehr davon und der Film wäre für sich alleine stehend gut gewesen. Als Nachfolger eines ernsten Horrorfilms dagegen kann man ihn getrost vergessen. Oder noch besser: Auslassen.
Aber man soll eine Serie ja nicht wegen eines einzigen Fehltritts verdammen. Es gibt ja noch einen dritten Teil, der wieder alles richtig machen kann. Von der Atmosphäre hat man es diesmal auch wieder richtig gemacht. Die lustigen Szenen hat man in einen großen Müllsack gepackt und verbrannt, die düstere Atmosphäre und sogar die Brutalität dafür deutlich erhöht. Leider hat man dabei etwas anderes vergessen. Und zwar das Haus. Ja, ein Geist kommt vor, aber das Namensgebende Haus dagegen scheint man irgendwie übersehen zu haben. Dafür bekommt man eine Dosis vorhersehbare Ereignisse und platte Schauspieler extra spendiert. Ich hätte mich ja mehr über das Haus gefreut. Einfach weil der Film es im Namen trägt. Und die Serie eigentlich darum geht.
Jetzt mal ehrlich. Der vierte Versuch muss doch klappen. Oder? Kurzer Faktentest: Geister? Ja. Haus? Ja. Wahnsinn, ich bin überwältigt! Zurück zu den eigenen Wurzeln heißt es ja immer, schön wenn sich auch mal jemand daran hält. Nach zwei Aussetzern schafft es der vierte Teil der Reihe endlich, die bekannten Elemente wieder zu vereinen, sie dabei aber immerhin so zu präsentieren, dass sie neu wirken. Anderer Ort, andere Charaktere und eine tatsächlich interessante Geschichte (mit Wendung) hatte ich der Serie schon gar nicht mehr zugetraut. Schön, dass sie so ihren Abschluss findet und einem dadurch dann doch wieder positiv in Erinnerung bleibt. Wenn man die Mittelteile vergisst.
Jetzt aber genug von Häusern. Ich fühle mich ja schon richtig eingeengt. Da hilft nur ein Ausflug in die Wildnis. Zum Beispiel in einen großen Wald mitten im Nirgendwo. Das denkt sich auch ein Armeetrupp, der in diesem abgelegenen Teil der Welt eine Übung durchführen möchte. Leider stolpert er bewaffnet mit Spielzeuggewehren mitten in ein Rudel Wölfe. Sagte ich Wölfe? Schön wäre es. Ich meinte natürlich Werwölfe. Wäre sonst ja auch ein wenig langweilig gewesen. Letztendlich geht es nun also darum, besagten Tieren zu entkommen. Man findet echte Waffen, merkt aber, dass diese fast genauso wirkungsvoll sind, wie die Imitate zuvor und verschanzt sich in einem Haus. Es gibt einige sehr blutige Kämpfe, wahnsinnig gute Werwolfeffekte (ich liebe Handarbeit) und alles in allem bleibt ein sehr guter Film übrig. Leider empfand ich die Darsteller als fast vollständig austauschbar. Sie sahen sich zu ähnlich und charakterlich konnte ich kaum Unterschiede erkennen. Aber egal. Die Werwölfe sahen ja gut aus. Weil sie nicht aus dem Computer kamen.
Wie das enden kann, wenn alles aus dem Computer kommen soll, zeigt der nächste Streifen. Ein paar ganz üble Computerhackerspieleprogrammierer setzen sich zusammen, um das beste Computerspiel aller Zeiten zu programmieren. Ich möchte an dieser Stelle schnell etwas erwähnen: Dieser Film hat Potential für einen mehrseitigen Bericht und es fällt mir wirklich schwer, mich kurz zu fassen. Die drei Programmierer allein sind schon großartig. Vor allem der, der mittelalterliche Kampfausrüstung mitschleppt. Immer. Warum auch nicht? Er ist ja für die Programmierung der Waffen zuständig. Zurück zur Handlung. Es passiert nämlich etwas Unerwartetes: Ein Blitz schlägt in den Server ein und die KI des Spiels wird rückgekoppelt. In die Realität. Darum kämpft das Spiel jetzt „in echt“ gegen die Menschen. Mit Hilfe eines Motion-Captioring-Anzugs. In dem zuvor übrigens eine nackte Frau Bewegungen vorgeführt hat. Aber die ist da schon gar nicht mehr da. Sie sollte nur schnell mit ihren Brüsten vor der Kamera herum wedeln. Jetzt stehen jedenfalls die Hackertypen der KI gegenüber und versuchen sie zu besiegen. Indem sie das Spiel zu Ende spielen. Also in echt jetzt. Nur auch virtuell. Gleichzeitig. Ach verdammt, der Film war so komisch, dass er schon wieder geil war. Informatiker werden definitiv ihren Spaß haben. Vor allem mit der deutschen Synchronisation. Alle anderen aber auch. Muss man gesehen haben. Wirklich.
Wem das jetzt zu viel Handlung auf einmal war, der sollte sich vielleicht mit kürzeren Geschichten begnügen. Auch mit denen kann man nämlich einen Film füllen indem man drei von ihnen aneinander reiht. So kann man auch alle möglichen Themengebiete abdecken. Ehepaare entführende Hinterwäldler, Krankenhäuser voller verrückter Ärzte und eine schüchtern wirkende Frau auf Mannsuche können dadurch zu einem Werk verschmelzen, das es mit seinen überraschenden Wendungen leider ein wenig übertreibt. Beim ersten Mal war man noch beeindruckt, dass etwas Unerwartetes eintrifft, beim zweiten Mal ist man aber schon darauf gefasst und das dritte Mal überrascht einen dann nichts mehr. Schade eigentlich. Die Geschichten an sich sind jedenfalls alle ganz gut gemacht. Die zweite gewinnt dabei den Vergleich. Der Wendungsschwarm am Ende wirkt aber leider etwas ZU aufgesetzt und gewollt.
Aber was will man auch von Schwärmen erwarten? Eigentlich kommen einem beim Wort „Schwarm“ ja auch eher negative Assoziationen. Zum Beispiel mit einem Wespenschwarm, der sich in einer Kleinstadt ausbreitet, dort unschuldige Menschen zersticht und in wandelnde Zombiewespendrohnen verwandelt. Es folgt der für diese Filme typische Insektenbekämpfer, der der einzige Mensch zu sein scheint, der die Stadt noch retten kann. Mitsamt weiblicher Gehilfin und Kind natürlich. Wespenschwarm? Wohl eher ein Klischeeschwarm, der leider nie richtig an Fahrt gewinnt und dessen eigentliche Hauptdarsteller, nämlich die Wespen, in meinen Augen viel zu kurz kommen. Und das Kind hat mir auch nicht gefallen. Es war eine unsympathische Rotzgöre. Danach hatte ich jedenfalls keine Lust mehr auf Filme und habe erst mal eine Pause eingelegt. Doch der nächste Filmschwarm kommt bestimmt. Ob wieder Wespen dabei sind kann ich aber noch nicht sagen. Ich bin gespannt.
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Filmliste (Filmnummer - Jahr, Titel, gesehen am)
037-2010, Zombie Self-Defense Force, 21.02.2010
038-2010, Dragonball: Evolution, 24.02.2010
039-2010, Inglourious Basterds, 02.03.2010
040-2010, Gargoyles: Flügel des Grauens, 13.03.2010
041-2010, House, 14.03.2010
042-2010, House 2: Das unerwartete, 14.03.2010
043-2010, Horror House: House 3, 14.03.2010
044-2010, House 4, 14.03.2010
045-2010, Dog Soldiers, 17.03.2010
046-2010, Evilution: Die Bestie aus dem Cyberspace, 28.03.2010
047-2010, Twists of terror: Das Grauen lauert überall, 31.03.2010
048-2010, Black Swarm, 03.04.2010
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Sonntag, 7. März 2010
Da ich meine Freizeit gern in abgedunkelten Räumen vor erhellten Bildschirmen verbringe, laufen mir in regelmäßigen Abständen diverse Filme über den Weg. Gerne würde ich über jeden von ihnen vereinzelte Rezensionen schreiben, leider macht das nicht nur sehr viel Arbeit, sondern mittlerweile einfach jeder. Darum gehe ich anders an die Sache heran. Ich nehme mir die zwölf letzten Filme vor, die ich gesehen habe und verpacke sie in einen einzigen Text. Ohne ihre Titel zu nennen.
Dabei entsteht ein chaotischer Mix aus Informationen, Nebensächlichkeiten und Meinungen. Erst zum Schluss wird dann kurz aufgelistet, welche Filme in welcher Reihenfolge erwähnt wurden. Wenn ich einen Film kurz hintereinander mehrmals gesehen habe, kann er auch wiederholt angesprochen werden. Es geht eben einfach um die letzten zwölf gesehenen Filme meines Lebens. Wer beim Lesen raten möchte, worum es gerade geht, darf dies selbstverständlich gerne tun.
Über die kalten Tage kann man eigentlich nicht viel machen. Es ist kalt und überall liegt Schnee. Was soll man da schon groß unternehmen? Gut, man könnte Skifahren. Das ist mir aber zu riskant. Schließlich könnte man jederzeit von nach Genexperimenten mutierten Riesenspinnen ohne Sättigungsgefühl angegriffen werden. Denen macht Kälte nämlich nichts mehr aus. Dafür geben sie Geräusche von sich. Aber das gehört sich ja mittlerweile so unter Riesenspinnen.
Selbstverständlich hat der dafür verantwortliche (böse) Wissenschaftler kein Interesse daran, die Tiere zu töten. Der (gute) Skilehrer dafür schon. Die Handlung an sich ist zwar nach all den anderen Filmen dieser Art bekannt, dafür hat man sich bei den Spinnen etwas Besonderes einfallen lassen: Jede von ihnen gehört einer anderen Rasse an und hat somit spezielle Fähigkeiten. Klingt wie X-Men, spielt aber definitiv in einer tiefer liegenden Kategorie. Schuld daran sind die hier und da etwas zu billig wirkenden Effekte. Spinnen und Computer passen einfach nicht zusammen.
Gegenteiliges möchte ich aber im Zusammenhang mit Ameisen behaupten. Kommen diese nämlich in Kontakt mit außerirdischen Lebensformen, können sie plötzlich Computer bauen. Aus sich selbst. Das mag jetzt wie ein schlechter Witz klingen, ist aber eine Tatsache. Ameisen haben scheinbar viele solcher Tricks auf Lager. Sie können sich auch zu riesigen Schlagen zusammensetzen und durch die Gegend gleiten. Menschen bleibt hier nichts anderes übrig, als dumm durch die Gegend zu gucken, überrascht zu tun und mit Laserkanonen Pestizide zu verschießen. Gut, dass die Regierung gleich mal eine Bombe auf die Insel werfen möchte, auf der unsere talentierten Ameisenfreunde hausen. Nur ein paar (diesmal gute) Wissenschaftler möchten sich mit den Ameisen unterhalten. Diese haben nämlich Geiseln genommen. Ja, das haben sie. Manchmal sind Filme wirklich SEHR abgehoben.
Da lobe ich es doch, wenn man nicht ganz so sehr in seinen kreativen Gehirnregionen kramt. Vergesst die Alienameisen, ich nähere mich viel lieber wieder unseren Mutantenspinnen. Wobei es ja nicht immer Spinnen sein müssen, die den Menschen ein gefährliches Leben bescheren. Man kann im Bereich des Tierhorrors schließlich aus einem breiten Pool an Möglichkeiten schöpfen. Was würde sich denn sonst so anbieten? Hmm. Genexperimente sind natürlich ein Muss. Böse Wissenschaftler ebenfalls. Aber wie wäre es denn mal mit Fledermäusen? Ja, das klingt gut. Die können nämlich fliegen. Und wecken Erinnerungen an Vampire.
Diese Fledermäuse greifen eine Kleinstadt an, deren Einwohner natürlich nicht an angreifende Fledermäuse glauben. Bis sie wirklich angegriffen werden. Man kennt die Geschichte ja. Die einzige Möglichkeit diese Tiere aufzuhalten stellt für die Regierung übrigens mal wieder ein Bombenangriff dar. Aber unsere Tierexperten versuchen, dies zu verhindern und die Stadt zu retten. Warum erzähle ich das eigentlich? Es ist doch sowieso immer das Gleiche. Dafür sind die Fledermäuse in den Großaufnahmen schön gemachte Puppen. Muss man ja auch mal positiv hervorheben.
Nun möchte ich mich aber von tierischen Bedrohungen entfernen. Schließlich gibt es noch andere Naturgewalten, die den Menschen gefährlich werden können. Zum Beispiel Vulkane. Wenn diese drohen auszubrechen glaubt das, wie bei Tierangriffen, übrigens auch niemand den Experten. Es muss schon erst zum richtigen Ausbruch kommen. Und dann geraten mal wieder alle in Panik und rennen weg. Dafür erhält man so die schönen Zerstörungsszenen, die in Katastrophenfilmen ja nicht fehlen dürfen.
Genauso wie die kleinen, dummen Kinder, die mal eben so das Auto ihrer Mutter klauen um damit auf den explodierenden Berg zu fahren und die Oma zu retten. Ich mag keine Filmkinder. Vor allem nicht in Katastrophenfilmen. Aber habe ich schon die schön anzusehenden Zerstörungsszenen angesprochen? Ja? Gut. Dann weiter.
Denn wenn ich schon von Zerstörungen spreche, kommt mir eine interessante Art in den Sinn, wie man einen eigentlich recht guten Vorgänger filmisch total zerstören kann. Man nimmt einfach das Grundthema des Vorgängers (Fledermäuse), entfernt aber alle anderen Elemente. Die Darsteller sind andere, die Gegend liegt komplett woanders, die Fledermäuse sind auch nicht die gleichen und eigentlich kann ich keine einzige Parallele zwischen den beiden Filmen erkennen. Aber gut, wenn man einfach eine „2“ hinter den Titel hängt, kann man vielleicht mehr Leute zum Film zerren, als ohne diese Ziffer. Dennoch halte ich dieses Vorgehen für eine Frechheit.
Genauso wie die Tatsache, dass einem die Hauptpersonen vollkommen egal und unsympathisch sind. Ein übertrieben cooler Militärtrupp will also in irgendeinem Wald einen Wissenschaftler (böse) fangen, der sich aber eine Kampfarmee aus Fledermäusen gezüchtet hat. Langweilig. Der „Held“ ist ein dummer Sprücheklopfer und man wäre froh, wenn einfach alle sterben würden. Man hat es wirklich geschafft, den recht guten Namen des Vorgängers vollkommen in den Dreck zu ziehen. Und apropos Namen: Was der Untertitel auch nur um entferntesten Sinne mit dem Film zu tun hat, soll mir mal bitte jemand erklären. Ich komme nicht drauf.
Dabei ist es doch eigentlich ganz einfach: Wähle einen Titel, der zum Film passt. Ein anderes Werk hat dies doch auch problemlos geschafft. Ein honigsüßes junges Mädchen kämpft sich hier durch eine vollkommen durchgeknallte Welt voller geschminkter und kostümierter Verrückter und weiß dabei gar nicht so recht wohin mit all seinen Emotionen. Um mit der Situation zu recht zu kommen, kann sie sich immerhin mit einem Druck auf ihr Herzhalsband in eine Art Superheldin verwandeln. Und das ist auch dringend nötig. Geschminkte und kostümierte Verrückte. Ich habe es ja schon geschrieben. Was einem hierpräsentiert wird ist jedenfalls für das eigene Auge ein wahrer Farbgenuss. Zumindest dann, wenn man mit geschminkten und verkleideten Verrückten etwas anfangen kann. So wie ich.
Von übertriebenen Farben möchte ich nun aber zu übertriebener Dummheit kommen. Man kennt das: Man fährt mit einem Auto voller unsympathischer Gehirnverluste durch den Wald und über ein Bärenbaby und plötzlich kommt dessen Mutter an und will sich unbegründet an einem rächen. Was tun? Sich in Sicherheit bringen oder beim Auto bleiben? Man entscheidet sich für zweiteres und gleichzeitig dafür, dem Zuschauer so unglaubliche Kopfschmerzen zu bereiten, dass dieser am liebsten schreien würde. Viele Szenen ergeben keinen Sinn und wirken eher als Lückenfüller um den Film auf Filmlänge zu ziehen und wenn die heutige Jugend wirklich so dumm ist, wie sie hier dargestellt wird, dann hoffe ich auf eine schnelle Vernichtung der Menschheit. Durch Bärenmütter.
Apropos Mütter: Stimmt es eigentlich, dass man alt geworden ist, wenn man über die Mode der Jugend lästert? Wenn ja, dann möchte ich mich von nun an in die Schublade der Alten begeben. Dabei ist mir Mode doch eigentlich total egal. Aber das hier? Nein. Gut, die in beschriebenem Werk getragene Mode hat trendmäßig schon einige Jahre auf dem Buckel, an den Anblick von Männern in bauchfreien T-Shirts werde ich mich aber wohl nie gewöhnen können. Vor allem nicht mit der Kombination „hochgezogene, weiße Sportsocken unter unglaublich kurzen Sporthosen“. Wie soll man sich denn da auf einen Film konzentrieren?
Vor allem, wenn es sich hier um einen unterdurchschnittlichen Slasher handelt? Jugendliche in Feriencamp, Killer, Morde und so weiter. Man kennt die Geschichte. Wirklich interessant ist hier nur das überraschende Ende. Das Abschlussbild lässt mich auch heute noch erschaudern. Aber muss man sich wirklich durch einen kompletten Film quälen, nur um die guten letzten Sekunden zu sehen? Definitiv nicht. Auch, wenn es schade ist.
Genauso schade, wie meine Abneigung alten Fantasyfilmen gegenüber. Irgendwie kann ich mit diesen nichts anfangen. Oder nur schwer. Der zuletzt gesehene hat mir nämlich doch irgendwie zugesagt. Er ist gut gemacht, hat interessante Wesen und Orte zu bieten und weist keine nennenswerten Längen auf. Leider wurde die Kreativität lediglich auf die Kreaturen- und Umgebungsgestaltung verteilt. Bei der Namensgebung hätte man vielleicht hier und da noch einmal etwas mehr Gehirnvolumen investieren sollen. Dinge wie „Das brutale Monster“ oder „Der Wald des Weisen“ und so weiter (Namen erfunden, die Originalbezeichnungen habe ich vergessen, sind aber vergleichbar.) müssen doch nicht sein.
Auf der anderen Seite wird einem dadurch im Gegensatz zum zuvor besprochenen Fledermausfilmnachfolger nicht mehr versprochen, als man geliefert bekommt. Wer ein böses Monster erwartet, bekommt auch eins geboten.
Wobei es sich hier wirklich um ein Monster im klassischen Sinne handelt. Im Gegensatz zum nächsten Film. Da sind die Monster nämlich menschlich. Wenn auch auf eine aggressivere Art und Weise. Da hat nämlich ein Virus oder etwas Ähnliches dafür gesorgt, dass sich eine einfache Dokumentation über das Leben von Feuerwehrleuten in einen furchteinflößenden Horrortrip verwandelt. Glücklicherweise denkt der Kameramann aber auch in den brutalsten Extremsituationen daran, seine Kamera auf das Geschehen zu richten. Anstatt zu helfen. Wäre für den Zuschauer ja auch ärgerlich, wenn nicht.
So wird man Zeuge der ein oder anderen Szene die einen zusammenzucken lässt. Die Beschränkung des Drehorts auf ein einziges Gebäude tut dem Film gut, da sie den Zuschauer nicht überfordert und man zudem die versammelten Bewohner langsam kennenlernt. Es herrscht ein durchgängig hoher Spannungsgrad und zum Schluss bleiben zwar einige Fragen offen, diese muss man aber auch nicht unbedingt beantwortet haben. Das wichtigste wurde ja gezeigt.
Genauso wie beim nächsten Film, der mit mal wieder bekannt vor kommt. Ja, tatsächlich. Der nur metzeln wollende Clown ist wieder da und hat die schlechten Darsteller, die schlechte Handlung und auch sonst alles Schlechte mitgenommen. Dafür sind die titelgebenden Metzelszenen immer noch gut gemacht. Im Gegensatz zur deutschen Synchronisation. Diese sorgt nämlich dafür, dass man in Kampfszenen nur noch das „Au“ und „Autsch“ der Sprecher, nicht aber die umfallenden Regale hört. Nicht einmal hier hat man sich Mühe gegeben.
Das komplette Gegenteil soll den heutigen Text dann auch beenden. Hier ist der eigentliche Film nämlich schon fast Nebensache. Darum hat man diesen auch verändert. Aus einem ehemaligen Kung-Fu-Streifen hat man einfach so den Hauptdarsteller rausgeschnitten und durch einen Amerikaner ersetzt. Gleichzeitig hat man jede Szene neu synchronisiert und so ein Werk geschaffen, dass mir manchmal ein wenig ZU albern ist, hier und da aber auch ein paar wirklich grandiose Szenen zu bieten hat. Und als Freund von Kung-Fu Filmen kann man herzhaft über das Gezeigte lachen. Ich hoffe, dass mir beim nächsten Dutzend das Lachen nicht im Halse stecken bleibt.
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Filmliste (Filmnummer - Jahr, Titel, gesehen am)
025-2010, Ice Spiders, 06.02.2010
026-2010, Killerameisen, 06.02.2010
027-2010, Bats: Fliegende Teufel, 06.02.2010
028-2010, Dante’s Peak, 13.02.2010
029-2010, Bats 2: Blutige Ernte, 13.02.2010
030-2010, Cutie Honey, 19.02.2010
031-2010, Grizzly Rage, 19.02.2010
032-2010, Sleepaway Camp, 20.02.2010
033-2010, Krull, 20.02.2010
034-2010, .REC, 20.02.2010
035-2010, 100 Tears, 20.02.2010
036-2010, Kung-Pow, 21.02.2010
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